PCIe 4.0 – mit bis zu 64GB/s doppelt so schnell und abwärtskompatibel

MP600 Gen4 PCIe SSD von Corsair mit passiver Kühlung

Mit der 4. Generation des „Peripheral Component Interconnect Express“ Interfaces verdoppelt sich die verfügbare Bandbreite für Grafikkarten, Festplatten, Wi-Fi, LAN-Karten und natürlich auch SSD’s. Um aber die äußerst schnellen Geschwindigkeiten von Speicher und Co. genießen zu können, braucht man jedoch eines der neuen X570 Mainboards für AMD Prozessoren mit dem AM4 Sockel. Aber sogar alte X470 und B450 Mainboards von Gigabyte können, dank eines BIOS Updates wahrscheinlich auf diese neue Technologie zugreifen, doch wie genau und ob das wirklich funktioniert ist noch unsicher. Aber was kann PCIe 4.0 und die schon dazu bekannten Geräte eigentlich?

Performance

Einerseits verdoppelt sich die Bandbreite des Vorgängers. Dementsprechend auch die Frequenz der Übertragungen ist auch wieder erheblich besser als bei PCIe 3.0.

Der PCI Express Standard behält auch Rück- und Vorwärtskompatibilität mit älteren und neueren Versionen. So kann man zum Beispiel auf einem Motherboard, welches PCIe 4.0 unterstützt, immer noch die Karten aus der älteren Generation benutzen, und umgekehrt. Dennoch sind PCIe 4.0 Geräte in 3.0 Anschlüssen auf die Bandbreite des Anschlusses begrenzt.

Version Bandbreite Frequenz
PCIe 1.0 8 GB/s 2.5 GHz
PCIe 2.0 16 GB/s 5.0 GHz
PCIe 3.0 32 GB/s 8.0 GHz
PCIe 4.0 64 GB/s 16.0 GHz

Erste SSD’s schon bekannt

Manche Speichermedien für PCIe 4.0 sind schon bekannt gemacht worden.

Zum einen hat Adata eine der ersten M.2-SSD’s schon vorgestellt. Diese hat Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von bis zu 4.000 Megabyte in der Sekunde. Auch die Kapazität ist nicht zu knapp: Das Modell mit der größten Speicherkapazität nimmt bis zu 8 Terabyte an Daten auf, aber leider müssen wir uns noch etwas gedulden, denn die Markteinführung steht, laut Hersteller, erst Ende 2019 vor. Die Preise der SSD’s sind aber noch nicht bekannt.

Die aktuelle M.2 SSD mit PCIe 4.0 Unterstützung von Adata
Das ist das aktuelle Aussehen der Adata M.2 SSD mit PCIe 4.0 Unterstützung.
Quelle: anandtech.com

Auch Corsair hat mit der „SSD Force MP600“ eine der ersten M.2-SSD’s mit dem schnellen Anschluss angekündigt. Laut Hersteller soll sogar eine Lesegeschwindigkeit von sage und schreibe 4,950 MB/s. Ebenfalls hat die SSD Schreibgeschwindigkeiten von 4,250 MB/s, welche immer noch sehr schnell sind. Doch ob dem wirklich so ist, muss erst getestet werden.

MP600 Gen4 PCIe SSD von Corsair mit passiver Kühlung
Das neueste Modell der Corsair SSD’s wurde angekündigt: die MP600 mit PCIe 4.0 Anschluss.
Quelle: pcworld.com

Auch bei den fleißigen Leuten bei PNY hört man von einer PCIe 4.0 SSD, die wahrscheinlich relativ bald erscheinen soll, denn das 2 Terabyte Modell mit dem sehr wohlklingenden Namen „M.2 2280 SSD PCIe Gen4 x4“ soll gleichzeitig mit den ersten X570 Mainboards von AMD auf den Markt kommen, und das ist schon im Juli 2019!

PNY's M.2 2280 SSD PCIe Gen4 x4 SSD mit 2 Terabyte Kapazität
Die PNY M.2 SSD auf dem Bild soll bereits bald marktreif sein.
Quelle: computerbild.de

Lohnt sich PCIe 4.0 überhaupt?

Viele von euch werden sich jetzt sicher fragen, wieso sich die neuste Generation des Interfaces denn nicht lohnen sollte, es verdoppelt ja immerhin Bandbreite und Frequenz des Vorgängers. Aber die Technologie scheint äußerst schnell voranzuschreiten, denn die 5. Generation ist auch schon vorgestellt worden! Dieses Interface will auch wieder alle wichtigen Eigenschaften des Vorgängers verdoppeln, das heißt eine Bandbreite von unglaublichen 128 GB/s und eine Frequenz von 16 GHz, allerdings wird nur die Zeit zeigen, ob PCIe 4.0 nicht schon bald wieder überholt ist.

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