WordPress-Website erstellen: Was kann die KI übernehmen?

WordPress Website erstellen: Was kann die KI übernehmen?

Kaum zu glauben, aber wahr: Rund ein Drittel aller Unternehmen in Deutschland hat keine eigene Homepage. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Statista-Befragung. Diese Firmen haben damit kaum eine Chance, im Internet gefunden zu werden und verlieren dadurch jeden Tag Umsatz. Dabei ist es einfacher als je zuvor, eine eigene Online-Präsenz aufzubauen. Die erste Wahl für die meisten Firmen: Das Content-Management-System WordPress. Durch die intuitive Bedienung und die grosse Vielfalt an Plugins gelingt der Aufbau einer Website auch ohne Profi-Kenntnisse.

Wer trotzdem an seine Grenzen stösst, kann seit einiger Zeit auf ein weiteres Werkzeug zurückgreifen: Künstliche Intelligenz. Programme wie ChatGPT helfen beim Webdesign, verfassen Texte für die Website und können sogar Bilder generieren. Die folgende Anleitung enthält alle wichtigen Schritte, um Ihre eigene Seite in WordPress zu erstellen. Ausserdem erfahren Sie, wie das Programmieren und das Erstellen von Inhalten per KI funktioniert, und wo Sie trotz aller technischen Fortschritte noch selbst Hand anlegen müssen.

Das sind die wichtigsten Schritte zum Erstellen einer WordPress-Website

Um Ihre WordPress-Homepage online zu bringen, brauchen Sie als erstes ein geeignetes Hosting-Paket. Die sinnvollste Lösung ist in der Regel ein spezialisiertes Webhosting für WordPress-Websites. Dabei handelt es sich um ein sogenanntes Managed Hosting, bei dem der Betreiber die gesamte technische Wartung des Servers und alle Updates übernimmt. Ausserdem ist die Konfiguration optimiert, um schnelle Ladezeiten und eine hohe Sicherheit zu erreichen. Dadurch müssen Sie sich nicht mehr um technische Belange kümmern.

Nach der Einrichtung des Servers ist das Webdesign der nächste Schritt. Dazu gehören der Aufbau der Website, das Aussehen und zusätzliche Funktionen wie z. B. ein Kontaktformular. Um alles selbst zu machen, wären umfangreiche Design- und Programmierkenntnisse erforderlich. In der Praxis kommen meistens fertige Website-Vorlagen zum Einsatz, die sogenannten WordPress-Themes. So müssen Sie nur noch kleine Anpassungen vornehmen, damit die Website Ihren Vorstellungen entspricht.

Wenn das Gerüst steht, geht es an die Inhalte für Ihre WordPress-Seite: Dazu gehören in jedem Fall Texte und Fotos, aber vielleicht auch Grafiken oder Videos. Zum Text gehören beispielsweise eine kurze und prägnante Unternehmensbeschreibung. Ausserdem sollte die Website alle wichtigen Informationen über Ihre Produkte oder Dienstleistungen enthalten. Das Bildmaterial umfasst zum Beispiel Produktfotos oder Fotos von Mitarbeitern und Räumlichkeiten des Unternehmens. Moderne Websites arbeiten aber auch oft mit Icons oder Illustrationen.

Die Einrichtung eines Servers ist von diesen drei Schritten der einfachste und in der Regel innerhalb weniger Minuten abgeschlossen. In den Aufbau der eigentlichen Website hingegen müssen Sie mehr Arbeit investieren, und vielleicht auch die Dienste eines KI-Assistenten in Anspruch nehmen. Deshalb geht es nun beim Webdesign, bei den Texten und beim Bildmaterial etwas mehr ins Detail.

1. Anpassungen am Webdesign

Das Design einer Homepage muss nicht nur ansprechend aussehen und zum Unternehmen passen, es muss auch nutzerfreundlich gestaltet sein und verschiedene technische Anforderungen erfüllen. Besonders wichtig sind kurze Ladezeiten. Wenn eine Website zu langsam lädt, springen viele Besucher wieder ab. Und nicht nur das: Google zeigt Websites mit langen Ladezeiten weiter hinten in den Suchergebnissen an. Ausserdem muss das Design „responsive“ sein, sich also an die Grösse des Bildschirms anpassen. So funktioniert die Website sowohl auf dem Smartphone als auch auf dem PC.

So kann KI Sie unterstützen

Die meisten Themes erfüllen diese Anforderungen problemlos. Trotzdem sind oft kleine Anpassungen nötig, denn jedes Unternehmen ist anders. Dabei kann ChatGPT Sie auf folgende Art unterstützen:

  • Quellcode nach Ihren Anweisungen generieren, z.B. in den Programmiersprachen HTML, CSS, JavaScript oder PHP
  • JavaScript-Bibliotheken wie Bootstrap oder jQuery einbauen
  • Vorschläge zum Beheben von Programmierfehlern und Bugs liefern

Dadurch können Sie zum Beispiel interaktive Elemente einbauen, Fehler im Code korrigieren oder zusätzliche Funktionen einbauen, die die Nutzererfahrung verbessern. Fortgeschrittene Programmierkenntnisse brauchen Sie dazu nicht. Eine gewisse Einarbeitung ist aber trotzdem nötig, um der KI sinnvolle Anweisungen zu geben.

Das müssen Sie (noch) selbst übernehmen

Künstliche Intelligenz macht es zwar deutlich einfacher, den Code einer Website anzupassen. Es gibt aber einige Dinge, die die KI dem Nutzer nicht abnehmen kann. So müssen Sie den Code selbst in Ihr WordPress-Theme einfügen. Bevor die Website online geht, sollten Sie ausserdem alle Funktionen gründlich testen. Nur so können Sie sichergehen, dass es keine Probleme gibt, die später Ihre Besucher verärgern. Und natürlich müssen Sie auch die Entscheidung darüber treffen, wie das Design letzten Endes aussehen soll. Hier ist das menschliche Auge gefragt.

Webdesign: Das Wichtigste in Kürze

  • Themes sind der einfachste Weg, um eine WordPress-Seite zu erstellen
  • Nutzen Sie KI, um bei Bedarf kleine Anpassungen vorzunehmen
  • Vergessen Sie nicht, die Website ausgiebig zu testen

2. Überzeugende Texte verfassen

Im Internet prasseln Unmengen an Eindrücken und Informationen auf die User ein. Das macht es schwierig, ihre Aufmerksamkeit einzufangen. Die Texte auf einer Website müssen also einiges leisten. Sie müssen alle wichtigen Informationen enthalten, die ein Besucher braucht. Gleichzeitig müssen sie gut verständlich und übersichtlich sein. Und schliesslich sollen Sie noch einen guten Eindruck vom Unternehmen hinterlassen. Gute Texte erfordern also viel Arbeit, und nicht jeder tut sich mit dem Schreiben leicht. Aber auch hier kann künstliche Intelligenz gute Dienste leisten.

So kann KI Sie unterstützen

KI-Chatbots können in mehrerlei Hinsicht dabei helfen, gute Texte für Ihre WordPress-Seite zu erstellen. Sie können unter anderem:

  • Rechtschreib- und Grammatikfehler korrigieren
  • die Verständlichkeit verbessern, z. B. durch kürzere Sätze oder Umwandlung von passiv in aktiv
  • eine Gliederung vorschlagen, z. B. für Homepage, Produktbeschreibung oder Über-uns-Seite
  • mit Einschränkungen: vollständige Inhalte nach Vorgabe schreiben

Das Ergebnis ist oft besser als ein laienhaft geschriebener Text, denn die KI setzt viele der Regeln, die einen guten Text ausmachen, automatisch um.

Das müssen Sie (noch) selbst übernehmen

Allerdings gilt auch hier: ChatGPT kann längst nicht alles übernehmen. Die KI macht zwar keine Rechtschreib- oder Grammatikfehler, aber die Texte, die sie liefert, klingen oft flach. Und gerade, wenn es ins Detail geht, unterlaufen dem Programm auch immer wieder inhaltliche Fehler: Es gibt falsche Informationen wieder, die es irgendwo aufgeschnappt hat. Oder die KI „halluziniert“ – das heisst, sie erfindet selbst falsche Informationen. Wer gut verfasste Texte will, muss also zunächst lernen, wie man der KI die richtigen Anweisungen gibt – die sogenannten Prompts. Ausserdem ist es wichtig, die fertigen Texte auf Fehler und Unstimmigkeiten zu überprüfen und wo nötig zu korrigieren.

Website-Texte: Das Wichtigste in Kürze

  • Gute Texte wecken das Interesse Ihrer Besucher
  • KI ist ein hilfreiches Werkzeug zur Texterstellung
  • Überarbeiten Sie KI-generierte Texte gründlich, um Fehler zu entfernen und einen individuellen Stil zu entwickeln

3. Mit Bildern die richtigen Akzente setzen

Im besten Fall erwecken Fotos, Infografiken und Icons eine Website zum Leben. Sie zeigen auf den ersten Blick, worum es geht, vermitteln den Charakter des Unternehmens und wecken die gewünschten Emotionen. Dadurch, dass das Gehirn die Informationen in einem Bild viel schneller verarbeitet als einen Text, sind sie massgeblich für den ersten Eindruck verantwortlich. Und der entscheidet oft darüber, ob ein Besucher später zum Kunden wird. Damit die Website überzeugt, sind zwei Dinge wichtig: Zunächst eine einheitliche Bildsprache, die für ein harmonisches Ganzes sorgt. Ausserdem müssen die Fotos authentisch sein, um einen vertrauenswürdigen Eindruck zu vermitteln.

So kann KI Sie unterstützen

Text-zu-Bild KIs wie Dall-E können dazu schon jetzt einen Beitrag leisten. Sie können:

  • Fotorealistische Bilder von Menschen oder Landschaften generieren
  • Illustrationen in verschiedenen Stilrichtungen generieren, z.B. Flat Design, Line Art oder 3D
  • Icons generieren, die das Thema eines Textabschnitts oder die Funktion eines Menüs verdeutlichen

KI-generierte Fotos oder Illustrationen eignen sich allerdings eher als Bildmaterial für einen Blogpost als für die Homepage. Denn gerade bei der Darstellung von Menschen hat die KI noch Schwächen. Deutlich besser schneidet die KI bei Icons ab. Hier liefert die Künstliche Intelligenz Ergebnisse, die kaum von der Arbeit eines Grafikdesigners zu unterscheiden sind.

Das müssen Sie (noch) selbst übernehmen

Bei den Grafiken für Ihre Website sollte KI nur eine untergeordnete Rolle spielen, denn das beste Mittel, um bei den Besuchern Vertrauen aufzubauen, sind immer noch echte Fotos: vom Inhaber, von den Mitarbeitern und von den Produkten. KI-generierte Bilder enthalten oft kleine Unstimmigkeiten, die den Betrachter irritieren. Wer wirklich überzeugen will, kommt daher um eine echte Kamera – oder um die Dienste eines professionellen Fotografen – noch nicht herum.

Website-Bilder: Das Wichtigste in Kürze

  • Bilder sind entscheidend für den ersten Eindruck Ihrer Website
  • Verwenden Sie KI-generierte Bilder nur, wenn unbedingt nötig
  • Authentische Fotos von Ihnen und Ihren Produkten sind der beste Weg, um Vertrauen aufzubauen

WordPress-Website erstellen: KI macht das Leben leichter, übernimmt aber nicht alles

Die Kombination von WordPress und KI macht es tatsächlich auch für Laien möglich, eine eigene Website zu erstellen – ganz ohne IT-Fachwissen. Wer eine Homepage will, die mehr als nur eine digitale Visitenkarte ist, muss allerdings immer noch Arbeit investieren. Programme wie ChatGPT bieten die nötige Unterstützung, sie können aber längst nicht alles übernehmen. Trotzdem: In der heutigen Zeit muss kein Unternehmen mehr aus finanziellen Gründen auf eine Website verzichten.

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