Samsung Galaxy S26 Ultra Review

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Das Samsung Galaxy S26 Ultra setzt 2026 dort an, wo das S25 Ultra aufgehört hat, bringt aber mit dem Privacy Display erstmals ein echtes Alleinstellungsmerkmal in die Galaxy-Reihe. Dazu kommen ein neuer Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy, 60W Super Fast Charging 3.0 und ein leicht überarbeitetes Kameramodul. Ich habe das Gerät nun einigen Wochen im Alltag getestet.

Samsung Galaxy S26 Ultra Spezifikationen

  • Gehäuse: 163.6 x 78.1 x 7.9 mm, 214g
  • Display: 6.9 inches, 1-120Hz, HDR10+, 2600 nits (peak), 1440×3120 pixels, Dynamic LTPO AMOLED 2X, DX anti-reflective coating, Privacy Display
  • Chipsatz: Qualcomm SM8850-1-AD Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy (3nm)
  • Speicher: 256GB 12GB RAM, 512GB 12GB RAM, 1TB 16GB RAM (UFS 4.X)
  • Software: Android 16, One UI 8.5, bis zu 7 Major-Android-Updates
  • Kamera: 50MP Ultra Wide, 200MP Wide-angle (f/1.4), 50MP Periskop Telephoto 5x optical mit 100X Space Zoom, 10MP Telephoto 3x optical, (8K@24/30fps, 4K@30/60/120fps, 1080p@30/60/120/240fps, 10-bit HDR, HDR10+)
  • Selfie-Kamera: 12 MP Dual Pixel PDAF, f/2.2 (4K@30/60fps, 1080p@30fps)
  • Akku: 5000mAh, 60W Super Fast Charging 3.0 (PD3.0, 75% in 30 min), Fast wireless charging 15W (Qi2 Ready), Reverse wireless charging 4.5W
  • Netzwerk: 5G Non-Standalone (NSA), Standalone (SA), Sub6 / mmWave; LTE Enhanced 4×4 MIMO
  • SIM: Dual eSIM oder Dual SIM (2 Nano-SIMs + 2 eSIM, max 2 aktiv gleichzeitig)
  • WLAN: 2.4G, 5GHz und 6GHz (802.11a/b/g/n/ac/6e/7) tri band, Wi-Fi Direct
  • Bluetooth: Bluetooth 6.0, A2DP, LE
  • Weiteres: Fingerabdrucksensor unter dem Display (ultrasonic), USB type-C 3.2, DisplayPort 1.2, OTG, NFC, GPS, IP68, Aluminium-Rahmen, Corning Gorilla Armor 2 (Mohs Level 6), Gorilla Glass Victus 2 (Rückseite), Samsung DeX

Design und Verarbeitung

Samsung wechselt beim S26 Ultra überraschend zurück von Armor Titanium auf einen Aluminium-Rahmen. In der Hand fällt das jedoch nicht negativ auf. Das Gerät ist mit 7.9mm minimal dünner als der Vorgänger. Das Kameramodul wurde überarbeitet, die einzelnen Linsen sitzen nun in einem leicht erhöhten, pillenförmigen Plateau, was das Design optisch ruhiger wirken lässt.

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Die Verarbeitung ist auf gewohnt hohem Niveau, Corning Gorilla Armor 2 schützt die Front und reduziert Reflexionen deutlich. Die Farben Cobalt Violet, Sky Blue, White und Black sind verfügbar, wobei Samsung weiterhin konservativ bleibt.

Display und Privacy Display

Das 6.9″ Dynamic AMOLED 2X Panel mit LTPO und 1-120Hz ist wie erwartet erste Liga. Auflösung von 1440×3120, HDR10+ und eine Peak-Helligkeit, die auch unter direkter Sonneneinstrahlung absolut nichts anbrennen lässt.

Die eigentliche Neuerung ist jedoch das integrierte Privacy Display. Samsung verbaut hier weltweit als erster Hersteller einen hardwareseitigen Blickschutz direkt im Panel. Per Knopfdruck wird der Betrachtungswinkel so eingeschränkt, dass seitliche Blicke nur noch ein abgedunkeltes oder schwarzes Bild sehen. Was bisher nur über Folien von Drittanbietern möglich war (mit allen Nachteilen wie reduzierter Helligkeit und schlechterer Touch-Reaktion), löst Samsung jetzt elegant in Software und Pixel-Ansteuerung. Meines Erachtens ist das die spannendste Smartphone-Hardware-Innovation des Jahres. In den Einstellungen lässt sich granular festlegen, welche Apps, Notifications oder Bereiche (Sperrbildschirm, PIN-Eingabe, Secure Folder) geschützt werden sollen. Im Pendlerverkehr funktioniert das in der Praxis hervorragend.

Performance

Im Inneren werkelt der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 5 for Galaxy mit zwei Oryon V3 Phoenix L Cores bei bis zu 4.74 GHz und sechs Phoenix M Cores bei 3.63 GHz. Die GPU ist eine Adreno 840. Samsung gibt 39% mehr NPU-Leistung und 24% mehr GPU-Performance gegenüber dem S25 Ultra an.

Im Alltag merkt man davon ehrlich gesagt wenig, da bereits das S25 Ultra keinerlei Ruckler zeigte. Wo der Sprung sichtbar wird, ist bei On-Device-KI-Aufgaben und Gaming. Bis zu 16GB RAM und UFS 4.0 sorgen für entsprechenden Headroom bei Multitasking.

Kamera

Samsung hat das Kamerasystem hardwareseitig nur dezent angefasst, was angesichts des sehr starken Vorgängers nachvollziehbar ist. Die wichtigste Änderung: Die Blende der 200MP Hauptkamera öffnet jetzt auf f/1.4 statt f/1.7, was in Low-Light-Szenarien spürbar mehr Licht auf den Sensor lässt.

  • 200MP Hauptkamera, f/1.4, 1/1.3″ Sensor, multidirektionales PDAF, OIS, Pixel-Binning
  • 50MP Periskop-Tele, f/3.4, 5x optical, 100x Space Zoom, OIS
  • 10MP Tele, f/2.4, 3x optical, OIS
  • 50MP Ultraweitwinkel, f/1.9, 120° Sichtfeld

In meinem Test überzeugt die Hauptkamera vor allem bei Nachtaufnahmen, der Dynamikumfang ist leicht verbessert, die Schärfe in den Ecken ebenfalls. Das 10MP-Tele ist sensorseitig unverändert seit dem S21 Ultra und zeigt sein Alter, vor allem im direkten Vergleich zum Periskop. Das 5x Periskop mit 100x Space Zoom bleibt der heimliche Star des Pakets. Neu ist ein Gimbal-ähnlicher Stabilisierungsmodus für Video (horizontal lock), der erstaunlich gut funktioniert und Action-Cam-Ergebnisse liefert.

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Wer vom S25 Ultra kommt, wird im Bildvergleich kaum Unterschiede sehen. Die Verarbeitung neigt nach wie vor zu leichter Überbelichtung im Vergleich zu einem Pixel.

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Langzeitbelichtung in der Nacht

Moonshots

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Audio

Das Stereo-Setup aus Bottom-Firing-Speaker und Earpiece-Speaker mit Dolby Atmos ist gegenüber dem Vorgänger unverändert geblieben. Klangbild bleibt klar, Höhen detailreich, Mitten stabil, Bass für ein Smartphone solide. Maximale Lautstärke ist hoch ohne hörbare Verzerrungen.

Akku und Ladeleistung

Die Akkukapazität bleibt bei 5000mAh. Endlich hat Samsung aber die Ladeleistung angepackt: 60W Super Fast Charging 3.0 statt bisher 45W. Samsung gibt offiziell 75% Akkuladung in 30 Minuten an.

In meinem Ladetest mit einem 65W PD3.0-Netzteil habe ich folgende Werte gemessen:

LadevorgangDauer
10% → 78%30 min
10% → 90%39 min
10% → 95%45 min
10% → 100%51 min

Die von Samsung angegebenen 75% in 30 Minuten werden in der Praxis sogar leicht übertroffen, was angesichts der oft optimistischen Herstellerangaben positiv auffällt. Im Vergleich zum S25 Ultra ist das ein realer Fortschritt, auch wenn chinesische Hersteller längst bei 80-100W oder mehr liegen. Qi2 Wireless Charging mit 15W und Reverse Wireless Charging mit 4.5W runden das Paket ab.

Die Akkulaufzeit selbst ist im Alltag gut, aber nicht überragend. Bei intensiver Nutzung mit aktivem Privacy Display, viel 120Hz-Scrolling und Kameranutzung komme ich auf einen Tag, mehr nicht. Hier zeigt sich, dass 5000mAh im 2026 langsam zur Untergrenze für ein Flaggschiff werden.

S Pen

Der S Pen ist weiterhin im Gehäuse integriert, Bluetooth bleibt auch beim S26 Ultra gestrichen. Air Actions und Kamera-Fernauslöser sind also auch in dieser Generation Geschichte. Latenz und Druckstufen sind unverändert auf hohem Niveau, für Notizen, Skizzen und PDF-Annotationen funktioniert er einwandfrei.

Vor- und Nachteile

Vorteile:

  • Weltweit erstes integriertes Privacy Display
  • Sehr starke Performance dank Snapdragon 8 Elite Gen 5
  • 60W Schnellladen (endlich)
  • Exzellentes 6.9″ LTPO AMOLED Panel
  • 200MP Hauptkamera mit neuer f/1.4 Blende
  • Verbesserter Video-Stabilisierungsmodus
  • Leichter und dünner als der Vorgänger
  • 7 Jahre OS- und Security-Updates
  • Wi-Fi 7, Bluetooth 6.0, UWB

Nachteile:

  • Wechsel von Titanium zurück auf Aluminium
  • 10MP-Tele sensorseitig veraltet
  • Akkulaufzeit nur durchschnittlich für die Klasse
  • S Pen weiterhin ohne Bluetooth
  • Preis
  • Ladeleistung im internationalen Vergleich weiterhin hinten

Fazit

Das Samsung Galaxy S26 Ultra ist erneut eine Evolution, kein Bruch. Mit dem Privacy Display liefert Samsung jedoch zum ersten Mal seit Längerem ein Feature, das die Konkurrenz so nicht hat und das im Alltag tatsächlich einen Mehrwert bringt. Dazu kommen die längst überfälligen 60W Ladeleistung, ein spürbar potenterer Chipsatz und eine in Details verbesserte Kamera.

Ich habe das Gerät selbst gekauft und der ausschlaggebende Kaufgrund war mitunter genau dieses Privacy Display. Wer wie ich viel im Zug oder im Café arbeitet und dabei regelmässig mit sensiblen Daten zu tun hat, wird die Funktion nicht mehr missen wollen. Eine Schutzfolie kommt qualitativ schlicht nicht an die Hardware-Lösung heran. Da ich viel unterwegs bin, kommt mir auch die auf 60W angehobene Ladeleistung zugute, ein kurzer Zwischenstopp an einer Steckdose reicht aus, um den Akku wieder auf ein verlässliches Niveau zu bringen.

Empfehlung: Wer ein älteres Galaxy (S22 oder früher) besitzt, bekommt hier ein massives Upgrade. Vom S25 Ultra lohnt sich der Wechsel meines Erachtens nur, wenn das Privacy Display oder die schnellere Ladegeschwindigkeit für den eigenen Workflow relevant sind. Für alle anderen ist das S25 Ultra weiterhin ein hervorragendes Gerät.

Über ramhee 289 Artikel
Mein Name ist Ramon Heeb und das ist mein Technikmagazin. Ich liebe es Tutorials, Reviews und anderes zu schreiben und so anderen Menschen zu helfen. Ich bin seit einigen Jahren Technik-interessiert und habe technium.ch im Jahre 2019 gegründet.

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