Dreame A3 AWD Pro 3500 im Test: Allradantrieb und LiDAR

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Mit dem A3 AWD Pro 3500 schickt Dreame seinen bisher ambitioniertesten Mähroboter ins Rennen. Statt der üblichen runden Rasenpuck-Form setzt der Hersteller auf ein flaches, breites Chassis mit echtem Allradantrieb, 360°-3D-LiDAR und einer Frontkamera für die Gartenüberwachung. Auf dem Papier adressiert das Gerät genau jene Gärten, an denen günstigere Modelle scheitern: steile Hänge, verwinkelte Zonen und Kanten, an denen normalerweise ein Grasstreifen stehen bleibt.

Nach über 4 Monaten im Test gebe ich nun meine Meinung kund.

Technische Daten im Überblick

SpezifikationDreame A3 AWD Pro 3500
Empfohlene Rasenflächebis 3500 m²
FlächenleistungStandard 2500 m²/24 h, Effizienz 3500 m²/24 h, Turbo 5000 m²/24 h
Navigation360° 3D-LiDAR + binokulare KI-Dual-Vision (OmniSense 3.0)
Kartierungkabellos, 3D-Karten, Doppel-Karten, bis zu 150 Zonen
Schnittbreite40 cm (2 Scheiben, je 6 Klingen)
Schnitthöhe3 bis 10 cm, elektrisch per App
Max. Steigung80 % (38.7°)
Überwindungshöhe Hindernisse5.5 cm
Antrieb4WD-Nabenmotoren (vorne Omni-wheels, hinten Offroad-Räder)
Akku7.5 Ah, 270 Wh (36 V)
Laufzeit120 bis 180 Min. pro Ladung
Mähleistung pro Ladung800 bis 1000 m² (Herstellerangabe)
KantenschnittEdgeMaster 2.0, Restabstand < 3 cm
SicherheitFrontkamera, KI-Personenerkennung, Patrouillen, Dreame Link (4G-eSIM + GPS), Geofencing, Hebealarm, AirTag-kompatibel
Gewichtca. 24 kg
UVP2299 Fr.

Design und Verarbeitung

Dreame bricht bewusst mit der Optik klassischer Mähroboter. Der A3 AWD Pro 3500 ist flach, breit und kantig gebaut, mit Akzenten in Carbon-Optik an Frontbumper und Flanken. Das wirkt weniger nach Gartengerät und mehr nach Technikprodukt, was im Kontext des Funktionsumfangs durchaus passt. Vorne sitzen zwei Omni-wheels für saubere Nullwendemanöver, hinten sorgen profilierte Offroad-Räder für Traktion. Ein stossdämpfender Bumper und eine überarbeitete Federung sollen den Lauf auf unebenem Untergrund stabilisieren.

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Das angegebene Gewicht von rund 24 kg ist der Preis für diese Bauform. Für ein Gerät, das im Normalbetrieb autonom arbeitet, ist das zweitrangig. Beim Transport in ein Winterlager oder beim Herausheben aus einer Mulde wird das Handling aber spürbar sperrig. Diesen Punkt prüfe ich am Testgerät konkret nach.

Einrichtung und Inbetriebnahme

Die Hardware ist nur die halbe Miete. Entscheidend für den Alltag mit einem Mähroboter ist, wie reibungslos die Erstkonfiguration läuft. Ich habe den A3 AWD Pro 3500 über die Dreamehome App eingerichtet und führe hier Schritt für Schritt durch den kompletten Prozess, von der WLAN-Eingabe bis zur ersten Kalibrierung. In meinem Test war die eigentliche Kopplung in unter fünf Minuten erledigt, vom ersten Eingabefeld bis zur bestätigten Netzwerkverbindung.

Die folgende Slideshow zeigt den gesamten Ablauf in der Reihenfolge, in der auch die App durch die Einrichtung führt. Am besten folgt ihr der Anleitung Schritt für Schritt mit.

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Voraussetzungen vor dem Start

Bevor die App ins Spiel kommt, sollten diese Punkte erledigt sein:

  • Ladestation platziert und am Strom: Auf möglichst ebenem Grund, mit etwas Freiraum nach vorne, damit der Roboter sauber ein- und ausfahren kann.
  • Roboter auf der Station geladen: In meinem Fall stand das Gerät bei der Einrichtung auf 100 % (Charging complete). Vollständig geladen zu starten erspart einen Abbruch mitten in der ersten Kalibrierung.
  • 2,4-GHz-WLAN griffbereit: Der A3 verbindet sich ausschliesslich mit dem 2,4-GHz-Band. Das ist der wichtigste Stolperstein, dazu unten mehr.
  • Dreamehome App installiert: Erhältlich für iOS und Android. Konto anlegen oder einloggen, danach «Gerät hinzufügen» wählen.
  • Smartphone mit aktiviertem Bluetooth: Die Erstkopplung läuft über Bluetooth, nicht über WLAN.

Schritt 1: WLAN auswählen und Passwort eingeben

Die App fragt zuerst das Heimnetz ab, in das der Roboter später eingebunden wird. Netz auswählen, WLAN-Passwort eingeben, auf «Next» tippen.

Wichtig und von Dreame hier auch explizit eingeblendet: Das Gerät akzeptiert nur ein 2,4-GHz-Netz. Reine 2,4-GHz-Netze funktionieren, ebenso Dual-Band-Netze mit 2,4 und 5 GHz unter gemeinsamer SSID. Wer getrennte SSIDs fährt, wählt zwingend das 2,4-GHz-Netz aus (siehe Praxis-Tipps).

Schritt 2: Roboter einschalten

Jetzt zum Gerät selbst. Die Power-Taste auf dem Bedienfeld (die quadratische Taste oben links neben dem zentralen Drehregler) für 2 Sekunden gedrückt halten, bis der Roboter startet. Die App bestätigt den Zustand mit «The robot is now on».

Schritt 3: Bluetooth-Pairing aktivieren

Für die Kopplung muss der Roboter in den Pairing-Modus. Dazu den zentralen Drehregler (Knob) für 3 Sekunden gedrückt halten. Der A3 quittiert das mit einer Sprachansage, in der App abzuhaken unter «The robot has announced it is in Bluetooth pairing mode».

Kleiner, aber hilfreicher Unterschied in der Praxis: 2 Sekunden auf der Power-Taste schalten ein, 3 Sekunden auf dem Drehregler starten das Pairing. Wer die beiden verwechselt, wartet sonst vergeblich auf die Sprachansage.

Schritt 4: Gerät suchen und auswählen

Die App sucht nun per Bluetooth nach dem Roboter. Dabei Smartphone und Gerät nah beieinander halten. Nach wenigen Sekunden taucht der A3 unter seiner Gerätekennung auf (bei mir als «A3 AWD Pro 3500» mit angehängtem Kürzel). Antippen und mit «Next» bestätigen.

Schritt 5: PIN-Code eingeben

Hier verlangt die App den vierstelligen PIN, den ihr für den Roboter vergebt beziehungsweise vergeben habt. Dieser PIN ist der Zugriffsschutz des Geräts, er sollte also nicht der Standardwert bleiben und nicht leichtfertig weitergegeben werden. Eingeben, «Confirm».

Schritt 6: Verbindung abschliessen

Zum Abschluss überträgt die App die WLAN-Daten an den Roboter und meldet den Fortschritt in drei Stufen:

  1. Das Smartphone hat das Gerät verbunden.
  2. Das Gerät empfängt die WLAN-Zugangsdaten.
  3. Das Gerät ist mit dem Netzwerk verbunden.

Sobald alle drei Haken grün sind, erscheint «Connected». Mit «Finished» ist die Kopplung abgeschlossen. In meinem Test lief dieser letzte Abschnitt ohne Nachhaken durch.

Nach der Kopplung: das Dashboard

Danach landet ihr auf der Geräteübersicht. Von hier aus steuert ihr den A3 im Alltag: Start mowing schickt ihn aufs Feld, Return to station zurück zur Ladestation, über GO kommt ihr in die Kartenansicht und das Kamerasymbol öffnet den Live-Stream der Frontkamera. Oben sind Akkustand und Ladezustand sichtbar.

Erste Kalibrierung: Exit Station

Vor dem ersten echten Einsatz will der Roboter kalibrieren. Über «Exit Station» fährt er dazu selbstständig aus der Ladestation. Wichtig: den Fahrweg vor der Station frei halten und während der Kalibrierung Abstand halten. Erst danach beginnt die eigentliche Kartierung der Rasenfläche.

Dreame Link: Fernsteuerung ohne WLAN

Der A3 bringt ein Link-Modul mit eingebauter eSIM mit. Damit lässt sich der Roboter laut Dreame auch dann aus der Ferne steuern und orten, wenn keine WLAN-Verbindung besteht, das ist die Basis für GPS-Tracking, Geofencing und die Diebstahlschutz-Funktionen.

Relevant für die Kostenrechnung: Der Mobilfunkdienst ist im Testgerät für 1096 Tage, also 3 Jahre, enthalten. Was nach Ablauf dieser Periode an Folgekosten anfällt, kommuniziert Dreame an dieser Stelle noch nicht. Für die ersten drei Jahre ist die Konnektivität aber ohne Zusatzkosten abgedeckt.

Praxis-Tipps und Stolpersteine

Ein paar Punkte, die den Unterschied zwischen reibungsloser und frustrierender Einrichtung ausmachen:

  • Band-Steering kann die Kopplung sabotieren: Viele moderne Router bündeln 2,4 und 5 GHz unter einer SSID und entscheiden selbst, welches Band ein Gerät bekommt (Band-Steering). Scheitert die Verbindung reproduzierbar, trennt am besten temporär die Bänder oder deaktiviert Band-Steering für die Einrichtung. Danach lässt es sich wieder aktivieren.
  • Reichweite nicht unterschätzen: Die Ladestation steht im Garten, der Router oft im Haus. Prüft vor der Montage die WLAN-Abdeckung am Standort der Station. Bei schwachem Signal hilft ein Outdoor-tauglicher Access Point oder Repeater deutlich mehr als jede App-Einstellung.
  • PIN notieren, aber sicher: Der vierstellige Geräte-PIN ist euer Zugriffsschutz. Nicht auf dem Standardwert belassen und nicht am Gerät notieren.
  • Erst laden, dann einrichten: Die Erstkalibrierung und die initiale Kartierung ziehen Akku. Mit voller Ladung zu starten vermeidet einen Abbruch auf halber Strecke.
  • Bluetooth am Smartphone aktiv lassen: Die Erstkopplung läuft über Bluetooth. Ist es deaktiviert, findet die App das Gerät in Schritt 4 schlicht nicht.

Navigation und Kartierung

Kernstück ist das OmniSense 3.0-System, das einen 360°-3D-LiDAR mit einem binokularen KI-Kamerasystem kombiniert. Der Roboter kartiert die Fläche kabellos, es braucht also keinen Begrenzungsdraht und keine separate Ortungsstation. Das ist gerade auf Grundstücken mit vielen Bäumen ein echter Vorteil, weil eine RTK-Antenne dort regelmässig Sichtverbindung zum Himmel verliert. Dreame gibt an, dass das System 3D-Karten erstellt, mit Doppel-Karten für getrennte Areale und bis zu 150 verwalteten Zonen umgehen kann.

Die Hinderniserkennung soll laut Hersteller über 300 Objektklassen unterscheiden und dabei auch Tiere schützen. Das ist die Marketing-Angabe. Wie zuverlässig die Erkennung im Alltag greift, insbesondere bei flach am Boden liegenden Objekten wie Gartenschläuchen oder Spielzeug, entscheidet sich erst in der Praxis. Nach über 4 Monaten kann ich sagen, dies funktioniert bei mir in der Praxis zuverlässig.

Mähleistung und Schnittbild

Zwei schwimmend gelagerte Schneidscheiben mit je sechs Klingen ergeben eine Schnittbreite von 40 cm. Das ist der Hebel für Tempo: Wo ein Single-Disc-Modell mit 20 bis 22 cm zwei Bahnen braucht, erledigt der A3 die Fläche in einer. Die Schnitthöhe lässt sich elektrisch über die Dreamehome App zwischen 3 und 10 cm verstellen.

Interessant ist die gestaffelte Flächenleistung: Im Standard-Modus nennt Dreame 2500 m²/24 h, im Effizienz-Modus 3500 m²/24 h und im Turbo-Modus 5000 m²/24 h. Der Modellname 3500 bezieht sich also auf den mittleren, praxisnahen Modus, nicht auf das absolute Maximum. Das ist eine ehrlichere Angabe als eine reine Bestwert-Nennung, sollte aber beim Kaufentscheid mitgedacht werden.

Das entscheidende Argument dieser Serie ist EdgeMaster 2.0. Der Roboter fährt Kanten in einem eigenen Modus ab und drückt den Restabstand der Messerscheiben zur Kante auf unter 3 cm. Für alle, die den schmalen Grasstreifen entlang von Wegen und Beeten sonst von Hand nachschneiden, ist das der grösste Zugewinn gegenüber einfacheren Geräten.

Meines Erachtens liegt der grosse Haken leider hier, da der A3 AWD Pro 3500 leider wenn man den Rasen nicht perfekt gemappt hat nicht erkennt, dass es noch ein wenig mehr Gras hat, welches ebenfalls gemäht werden sollte. Das führt dazu, dass man doch noch Ränder manuell schneiden muss.

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Steigfähigkeit und Antrieb

Hier liegt das namensgebende Alleinstellungsmerkmal. Die vier Nabenmotoren treiben alle Räder an (AWD) und sollen Steigungen von bis zu 80 % (38.7°) bewältigen. Das ist ein Wert, an dem die meisten zweirad-getriebenen Roboter spätestens bei nassem Untergrund durchdrehen. Zusätzlich überwindet der A3 vertikale Hindernisse bis 5.5 cm, also typische Wurzelansätze, kleine Stufen oder Steine.

Für hügelige Schweizer Gärten ist genau das der Punkt, der über Funktion oder Frust entscheidet. Meines Erachtens ist der Allradantrieb das stärkste Kaufargument dieser Serie, weit vor der Kamera-Funktionalität. Ob die angegebenen 80 % auch bei feuchtem Gras und über eine ganze Saison hinweg zuverlässig erreicht werden, ist die zentrale Frage für den Praxistest. Das macht der A3 AWD Pro 3500 problemlos.

Noch zu verifizieren am Testgerät: Maximale sicher befahrbare Steigung bei trockenem und nassem Rasen, Traktionsverhalten in Querhängen und Rückkehrverhalten zur Ladestation über Steigungen.

Sicherheit und Diebstahlschutz

Dreame positioniert den A3 auch als Wächter. Eine integrierte Frontkamera liefert Live-Video in die App und fährt auf Wunsch geplante Sicherheits-Patrouillen. Eine KI-gestützte Personenerkennung löst Push-Benachrichtigungen aus. Für den Diebstahlschutz sorgt Dreame Link mit integrierter 4G-eSIM und GPS: Echtzeit-Tracking über Google Maps, Geofencing-Warnungen beim Verlassen definierter Bereiche und ein Hebealarm mit Warnton. Ergänzend ist das Gerät AirTag-kompatibel.

Diese «Garden Guardian»-Funktionen sind ein nettes Extra, im Alltag aber sekundär. Wer einen Mähroboter kauft, kauft ihn zum Mähen, nicht als Überwachungskamera. Zudem gilt: Die eSIM ist ein laufender Dienst, dessen Konditionen nach einer allfälligen Gratisphase zu prüfen sind. Für tierfreundliche Haushalte relevanter sind der Niedriggeschwindigkeitsmodus, individuell einstellbare Tierschutzzonen und die geplanten Ruhezeiten (Do-Not-Disturb).

Akku und Ladeleistung

Der A3 AWD Pro 3500 nutzt einen 36-V-Akku mit 7.5 Ah beziehungsweise 270 Wh. Dreame nennt eine Laufzeit von 120 bis 180 Minuten und eine Mähleistung von 800 bis 1000 m² pro Ladung. Das grössere Schwestermodell A3 AWD Pro 5000 setzt hier mit 10 Ah und 360 Wh einen drauf.

Die 36-V-Plattform ist der richtige Ansatz für ein Gerät dieser Grösse, weil sie bei gleicher Leistung geringere Ströme und damit weniger Verluste bedeutet als die 18-V-Basis der kleineren A2-Serie. Wie sich die reale Laufzeit im Turbo-Modus und an Hängen entwickelt und wie schnell der Akku wieder voll ist, klärt erst der Ladetest.

Der A3 AWD Pro 3500 im Vergleich zum 5000er

Die beiden AWD-Pro-Modelle teilen sich Navigation, Antrieb, Schnittbreite und Sicherheitspaket. Der Unterschied liegt fast ausschliesslich im Akku und der daraus folgenden Reichweite.

MerkmalA3 AWD Pro 3500A3 AWD Pro 5000
Empfohlene Flächebis 3500 m²bis 5000 m²
Akku7.5 Ah, 270 Wh (36 V)10 Ah, 360 Wh (36 V)
Laufzeit120 bis 180 Min.150 bis 210 Min.
Mähleistung pro Ladung800 bis 1000 m²800 bis 1200 m²
Navigation360° 3D-LiDAR + KI-Dual-Vision360° 3D-LiDAR + KI-Dual-Vision
Max. Steigung80 %80 %
Schnittbreite40 cm40 cm
UVPCHF 2299.00CHF 2599.00

Meine Einordnung: Wer klar unter 3500 m² liegt, greift zum 3500er. Der Aufpreis von rund CHF 300 zum 5000er lohnt sich nur, wenn die Fläche tatsächlich gross ist oder wenn man die längere Laufzeit für weniger Ladeunterbrüche pro Zyklus haben möchte.

Vor- und Nachteile

Pro:

  • Echter Allradantrieb mit 80 % Steigfähigkeit, klarer Vorteil in hügeligen Gärten
  • Kabellose Kartierung ohne Begrenzungsdraht und ohne separate RTK-Station
  • 40 cm Schnittbreite über Doppelscheiben sorgt für hohes Tempo
  • Solide 36-V-Plattform statt 18-V-Basis der Einstiegsmodelle
  • Umfangreiches Sicherheitspaket mit GPS, Geofencing und AirTag-Kompatibilität

Contra:

  • Hoher Preis, deutlich im Premium-Segment angesiedelt
  • Mit rund 24 kg sperrig im Handling
  • Kamera-Überwachung ist ein Zusatz, kein Kernnutzen
  • Kein Ersatzakku für Privatanwender verfügbar
  • Kantenschnitt nicht perfekt
  • Benötigt Bluetooth verbindung zur Steuerung

Fazit

Der Dreame A3 AWD Pro 3500 ist auf dem Datenblatt einer der spannendsten Mähroboter des Jahrgangs 2026. Die Kombination aus echtem Allradantrieb, drahtloser LiDAR-Navigation und dem stark verbesserten Kantenschnitt zielt genau auf die Gärten, an denen einfachere Geräte kapitulieren: steile Hänge, enge Durchgänge und viel Randfläche. Für ein hügeliges Grundstück ist der AWD-Antrieb das entscheidende Argument, alles andere ordnet sich dem unter.

Der aufgerufene Preis von 2299 Fr. (UVP) ist nicht ohne aber der Pro 3500 macht einfach einen guten Job. Meine klare Einschätzung nach Aktenlage: Für flache, einfache Gärten ist der A3 überdimensioniert, hier tut es ein günstigeres Modell. Wer aber Hanglage, verwinkelte Zonen und den Anspruch auf saubere Kanten mitbringt, bekommt hier ein sehr überzeugendes Paket.

Nach vier Monaten Praxis ist aber klar: Den Rasen mäht er nicht ganz perfekt, an den Rändern bleibt manuelles Trimmen nötig. Ganz abschreiben würde ich diese Schwäche aber nicht. Der Kantenschnitt ist in erster Linie eine Frage der Pfadplanung, also der Software, und weniger der Mechanik. Meines Erachtens ist hier mit künftigen Firmware-Updates noch Luft nach oben. Bei den Saugrobotern von Dreame hat sich genau dieses Muster gezeigt: Navigation und Randverhalten wurden über mehrere Updates hinweg spürbar präziser, teils Monate nach dem Kauf. Ich gehe davon aus, dass Dreame den EdgeMaster-Modus über die Dreamehome App ähnlich nachschärfen wird. Verlassen würde ich mich beim Kaufentscheid trotzdem nicht darauf, bewertet wird der Ist-Zustand, nicht das Versprechen.

Über ramhee 296 Artikel
Mein Name ist Ramon Heeb und das ist mein Technikmagazin. Ich liebe es Tutorials, Reviews und anderes zu schreiben und so anderen Menschen zu helfen. Ich bin seit einigen Jahren Technik-interessiert und habe technium.ch im Jahre 2019 gegründet.

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